(19.02.2026) Update

 

14 Tage nach der Belegung kann ich natürlich nur spekulieren, ob Garstig aufgenommen hat. Wenn sie jetzt Ende der Woche erbricht, würde ich mich sehr freuen, da es die Zeit ist, dass sich die befrucheteten Eizellen in die Gebärmmutterschleimhaut einnisten und dadurch eine Übelkeit bei der Hündin auslösen können.

Ansonsten kann ich eine gesteigertes Interesse an Essen jedlicher Art bemerken. Gestern sprang Garstig völlig unvermittelt auf den Tisch in unserem Bereitschaftsraum, was für sie total ungewöhnlich ist, da sie ja eigentlich gut erzogen wurde. Aber die Reste einer Currypfanne rochen wohl so gut, dass es einfach über sie kam... :-))

Zu ihrem Geburtstag am 16.02 hat Garstig ihre Herpesimpfung bekommen - kein wirklich tolles Geburtstagsgeschenk, aber ein notwendiges Übel. Aber natürlich gab es noch richtige Leckereien zu ihrem 4. Geburtstag!

 

Nun müssen wir weiter abwarten, ob wir kleine Buxtehuder Bullen erwarten - ich bin sooo gespannt! :-)

Garstig wurde am 05. und 06.02.2026 von Kayo gedeckt!

 

Weitere Informationen unter Zucht / Wurfplanung!

(02.02.2026) Gedanken zur Zucht

 

Es sind inzwischen sechs Jahre vergangen, seit in der Bullenzentrale zuletzt kleine Buxtehuder Bullen geboren wurden – ein Zeitraum, der aus züchterischer Perspektive ungewöhnlich lang ist.

Aktuell setze ich meine Hoffnungen auf Garstig, eine Hündin, die in vielerlei Hinsicht überzeugt. Garstig ist hochsozial, verfügt über ausgeprägten Will to please, ist leichtführig, schnell, sprunggewaltig und ausgesprochen lernfreudig. Besonders hervorzuheben sind ihre sehr gute Nasenarbeit sowie konstant saubere und überzeugende Griffe im Schutzdienst. Insgesamt handelt es sich um eine Hündin, die sich hervorragend als Anfängerhund eignet und bei einem sensibleren, kontinuierlich arbeitenden Hundeführer vermutlich bereits viel weiter entwickelt wäre.

Aufgrund wechselnder Trainingsbedingungen konnte ihr Potenzial bislang nicht vollständig ausgeschöpft werden. Dennoch haben wir mit ihr inzwischen die IGP2 erfolgreich abgelegt und schauen aktuell, ob im Herbst die IGP3 in Angriff genommen werden kann.

 

Trotz aller positiven Aspekte ist mir wichtig zu betonen, dass Zuchtentscheidungen niemals frei von Problematiken sind. Anders als es mitunter nach außen dargestellt wird, ist Zucht kein durchgehend idealer Prozess. Probleme treten auf – in jeder Zucht, unabhängig von Erfahrung oder Anspruch. Transparenz im Umgang mit diesen Themen ist mir daher ein zentrales Anliegen.

 

Der E-Wurf mit Duncan und Bazooka war insgesamt sehr gelungen und hat zahlreiche leistungsstarke, charakterlich stabile Hunde hervorgebracht. Gleichzeitig gibt es in diesem Wurf zwei Hunde, Eevee und Eddy, die mittlerweile an Epilepsie erkrankt sind und dauerhaft medikamentös eingestellt werden müssen, um Anfälle zu kontrollieren oder zu vermeiden.

Kein verantwortungsvoller Züchter wünscht sich kranke Nachzuchten. Diese beiden Fälle belasten mich persönlich sehr. Ich vermag kaum zu erahnen, wie furchtbar epileptische Anfälle für Hund und Halter sind, und wünschte, es gäbe eine Möglichkeit zur Heilung. Diese existiert jedoch bislang nicht.

Die Forschung zur idiopathischen Epilepsie ist nach wie vor nicht so weit fortgeschritten, dass ein belastbarer Gentest zur Verfügung steht, mit dem Träger eindeutig identifiziert werden könnten. Auch der genaue Erbgang ist bislang nicht ausreichend geklärt, um das Risiko sicher ausschließen zu können.

Ich habe früh versucht, die Forschung zu unterstützen: Bereits im Zusammenhang mit dem Ataxiefall im C-Wurf unter schwarzer Flagge habe ich Blutproben nach Bern geschickt. Bazooka trägt dort die Probennummer 009. Wo immer möglich, beteilige ich mich aktiv an wissenschaftlichen Untersuchungen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage, ob mit einer Hündin aus einer betroffenen Linie weitergezüchtet werden sollte. Selbstverständlich bestünde die Möglichkeit, eine Nachwuchshündin aus einer anderen Zucht aufzubauen. Gleichzeitig steht Garstig für eine genetisch wie leistungsbezogen außergewöhnliche Hündin, weshalb ich diese Entscheidung sehr sorgfältig abgewogen habe.

Garstigs Mutter Enya ist mittlerweile fast sieben Jahre alt, zeigt keinerlei klinische Symptome und ist vollständig gesund. Auch der gesamte G-Wurf präsentiert sich bislang unauffällig, gesund und leistungsstark; die Hunde haben sich sowohl im Sport als auch im Dienst bewährt.

Auf Basis dieser Gesamtbetrachtung habe ich mich entschieden, Garstig in die Zucht zu nehmen. Dabei lege ich größten Wert auf umfassende Gesundheitsvorsorge. Da Garstig Trägerin zweier Gendefekte ist, wird bei der Auswahl des Deckrüden strikt darauf geachtet, dass dieser jeweils frei ist, sodass hier kein Risiko für die Nachzucht entsteht.

Unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen hoffe ich, gesunde, leistungsfähige und charakterlich stabile Sport- und Diensthunde zu züchten.

Abschließend sei angemerkt, dass in der Hundezucht leider häufig weiterhin ohne ausreichende Transparenz mit belasteten Linien gezüchtet  wird. Gerade Epilepsiefälle bleiben nicht selten unkommuniziert oder werden nur informell weitergegeben. Viele Welpenkäufer erfahren hiervon nie.

Ich habe mich bewusst für einen offenen und ehrlichen Weg entschieden, möchte aufklären und Verantwortung übernehmen – und hoffe, nach einer langen Phase der Zurückhaltung im kommenden Frühjahr wieder einen gesunden, vielversprechenden Wurf großziehen zu dürfen.

 

Daumen dürfen ab sofort gedrückt werden! 

Für weitere Informationen in Sachen Epilepsie klickt auf den Link unten!

https://www.naturheilkunde-bei-tieren.de/fallsucht.html

(04.01.2026) Dein erster Geburtstag im Himmel!

 

Der 04.01.20226 und du bist nicht mehr da.

Als ich an diesem Sonntag aufgestanden bin, hatte ich Tränen in den Augen.

Zooki, du fehlst. Genauso wie die tollste Nudel der Welt. Es ist so leise geworden, anders...

Und wenn ich jetzt das Wetter sehe, ihr habt Beide den Schnee so geliebt...

 

Heute wärst du 16 Jahre alt geworden, ich hoffe du feierst mit Al Dente oben im Himmel eine fette Party!

 

Für immer Zooki... für immer...